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Praktischer Bundesleistungswettbewerb

Der 59. Bundesleistungswettbewerb fand vom 6. bis 8. November in Bad Segeberg statt

Bronzemedaille für den Teilnehmer aus dem Saarland

 

 

Deutscher Meister 2010 bei den Stuckateuren kommt aus Baden-Württemberg

Silber geht nach Bayern, Bronze ins Saarland

59. Bundesleistungswettbewerb fand vom 6. bis 8. November 2010 in Bad Segeberg statt

 


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In Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) wurden am Montagabend die Sieger der Deutschen Meisterschaften in sieben bauhandwerklichen Berufen gekürt. Deutscher Meister bei den Stuckateuren wurde Kadir Uzunsakaloglu (21) aus dem badenwürttembergischen Ammerbuch. Den zweiten Platz belegte der 22jährige Maximilian Meier aus dem bayerischen Feucht, den dritten Platz der 25jährige Andreas Müller aus Freisen im Saarland.
Insgesamt hatten 55 junge Gesellen aus ganz Deutschland am dreitägigen Bundesleistungswettbewerb 2010 des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes teilgenommen, davon waren sechs Stuckateure. Sie hatten sich als Landessieger in ihrem Bundesland für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Während des zweitägigen Wettbewerbs mussten die jungen Gesellen zwei verschiedene Module erstellen. Das war zum einen eine Stuckschale aus Gips, zum anderen das Wappen der Stadt Bad Segeberg. Hierzu wurde auf die historische Farbputztechnik Sgraffito zur Fassadengestaltung zurückgegriffen, die traditionsreich und sehr anspruchsvoll ist.
Der Sieger Kadir Uzunsakaloglu aus Ammerbuch war mit Ehrgeiz an den Wettbewerb herangegangen. „Das Treppchen war für mich klar, die genaue Stufe nicht!“ Sein Ausbilder und jetziger Chef, Volkmar Bahlinger vom Stuckateurbetrieb Göhring GmbH aus Tübingen, hatte ihn zum Wettbewerb begleitet, und fand das Ergebnis „super“. Für Bahlinger war es nie ein Thema, dass sein Geselle eventuell nicht am Wettbewerb hätte teilnehmen können. „Das ist eine große Chance für Kadir Uzunsakaloglu gewesen und spricht natürlich auch für die Ausbildungsleistung unseres Betriebes.“
Der zweitplatzierte Maximilian Meier aus dem bayerischen Feucht hatte bis zum Schluss nicht mit einem Erfolg für sich gerechnet. „Die Sgraffito-Arbeit war schon knackig. Ich musste kämpfen, aber es hat mich auch persönlich weitergebracht.“ Sein Chef bei der Helmut Meier GmbH in Feucht wird sicher mit Stolz auf das Ergebnis reagieren. Er hatte ihn auch unterstützt, damit er sich gut auf den Wettbewerb vorbereiten konnte.
Andreas Müller aus Freisen im Saarland war mit seinem dritten Platz nicht ganz so zufrieden. Er war mit viel Ehrgeiz an den Wettbewerb herangegangen und hätte wohl besser abgeschnitten, wenn es keine Verlängerung der Wettbewerbszeit gegeben hätte. Sein Fazit: „Ich muss noch besser werden!“ Müller hatte beim Stuckateur- und Bodenlegerbetrieb Horst Wolter GmbH aus Marpingen gelernt und hatte sich im Ausbildungszentrum AGV Bau Saar mit seinem Ausbilder Michael Detemple auf den Wettbewerb vorbereitet. Bei der Siegerehrung erklärte Prof. Dr. Karl Robl, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, dass der Bundesleistungswettbewerb erneut gezeigt habe, dass die Ausbildung im Baugewerbe auf hohem Niveau erfolge. „Alle Teilnehmer haben gezeigt, dass sie über fundiertes Wissen sowie über ausgeprägte handwerkliche Fertigkeiten verfügen. Unser Nachwuchs hat sich mit viel Engagement und Ehrgeiz dem anspruchsvollen Wettbewerb gestellt. „Eine Teilnahme am Bundesleistungswettbewerb ist die Eintrittskarte in ein erfolgreiches Berufsleben.“ An die jungen Gesellen gerichtet sagte Prof. Robl, dass das Baugewerbe stolz auf seinen gut ausgebildeten Nachwuchs sei. „Ihnen gehört die Zukunft, Sie werden Ihre und unsere Zukunft meistern.“

 

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